Ist der angeblich von „Neonazis“ zusammengeschlagene Sparten-Chef ein Lügner?

NPD hat große Zweifel am Wahrheitsgehalt der Behauptungen des Kleingarten-Vereinsvorsitzenden Steffen Pätzig und sieht Parallelen zum Fall „Sebnitz“

Bereits seit einigen Tagen rauscht es im Dresdner Blätterwald. Angeblich soll der Vorsitzende eines Kleingartenvereins gleich zweimal von „Neonazis“ zusammengeschlagen worden sein. Die Presse spricht von: „Neonazi-Attacken in Gartensparte“. Der Skandal scheint perfekt.

Hintergrund der vermeintlichen Angriffe ist, dass der Spartenchef Steffen Pätzig private Feiern von wohl rechtsgerichteten Personen im Vereins-Lokal verboten hat. Das Ganze hat nur einen großen Pferdefuß: Es gibt dafür keinerlei Beweise. Zwar liegen der Polizei Anzeigen dazu vor, allerdings gibt es weder Verdächtige noch Zeugen – ja es gibt offenbar noch nicht einmal Fotos oder ärztliche Atteste, die die unglaubliche Geschichte des Herrn Pätzig bestätigen würden. O-Ton Sächsische Zeitung: „Die Ermittlungen der Polizei sind bisher ins Leere gelaufen.“

Inzwischen beschäftigt sich sogar der Sächsische Landtag mit dieser Posse, der nun auf Anfrage eines Grünen-Abgeordneten klären soll, wie die Kleingartensparte künftig polizeilich geschützt werden könne.

Der Dresdner NPD-Stadtrat Jens Baur äußerte dazu:

„Der Vorwurf der Gewalt gegen Personen wiegt sehr schwer, noch scherwiegender wäre jedoch, wenn dieser Vorwurf erfunden ist, um sich einen persönlichen Vorteil damit verschaffen zu wollen.

Vermeintlich Übergriffe von ,Rechten‘ haben sich im Nachhinein oft als unwahr erwiesen. So ist es auch im Fall des Herrn Pätzig zu vermuten. Es werden Erinnerungen an den Fall Sebnitz wach. Dort starb 1997 im Freibad ein sechsjähriges Kind. Die geschockte Mutter machte umgehend ,Rechtsradikale‘ dafür verantwortlich und eine ganze Stadt wurde stigmatisiert. Später stellte sich heraus, dass die Geschichte frei erfunden war und das Kind bei einem Badeunfall ums Leben kam.

Ich fordere Herrn Pätzig auf, für seine Anschuldigungen Beweise vorzulegen, oder den Spuk einzustellen und sich für seine falschen Vorwürfe zu entschuldigen.“

26. Juli 2018
NPD Dresden