Vor 76 Jahren, am 7. Oktober 1944, wurde die Stadt Freiberg zum Ziel angloamerikanischer Terrorbomber. Eine Schlechtwetterfront über der heute in der Tschechischen Republik liegenden Stadt Brüx wurde der Bergstadt und ihren Menschen, auf die Minute genau um 12:40 zum tragischen Schicksal.

Es wurden 220 Bomben, aus einer Flughöhe von 5.000 bis 6.000 Metern, bei bester Sicht abgeworfen.

Wir geben jenen eine Stimme, die in der heutigen Zeit keine Stimme mehr bekommen. Es muss unsere Aufgabe sein, das Schicksal unserer Ahnen niemals in Vergessenheit geraten zu lassen. Deshalb versammelten wir uns am Abend um 18:00Uhr vor dem Ostflügel des Freiberger Bahnhofs zu einer Mahnwache.

Der Zeitzeuge Horst Gottschalk erinnert sich: „Am 7. Oktober 1944 hatte es wieder einmal Fliegeralarm gegeben. Dies war in den letzten Kriegsmonaten öfter, aber ohne weitere Folgen für die Stadt. Wir standen im Garten, dort war zusammen mit unseren Nachbarn ein Schutzkeller ausgebaut worden und wir beobachteten den Himmel. Plötzlich sahen wir Rauchzeichen. Mein Vater rief: ›Leg dich flach auf die Erde! Gleich knallt es!‹ und so lagen wir beide platt auf dem Boden“

 

 

 

Ganz nach dem Vorbild des Gedenkens in Dresden beendete eine Schweigeminute und das Vortragen der Nationalhymne das diesjährige Freiberg-Gedenken. Eins ist gewiss: Wir geben keine Ruhe, bis die Wahrheit die Dunkelheit durchbricht!

NPD KV Mittelsachsen